Mit einer ebenso fröhlichen wie tiefgründigen Entlassfeier endete die Schulzeit von 56 Abiturientinnen und Abiturienten des GGE am 10.07.2026: Schulleiter Dr. Ulrich Schmidt übergab die Abiturszeugnisse, an die aufgeregten Erwachsenen, unter stolzem Beifall ihrer Familie und Freunde.
Den würdigenden Rahmen der Entlassfeier gestalteten Sibylle Scherberger und Stefano Marino für die Oberstufenverwaltung, indem sie dem Jahrgang herzlich zu dem herausragenden Abitur gratulierten und die beeindruckenden Leistungen hervorhoben:
Viermal wurde die Traumnote 1,0 vergeben, an Laura Mocken, Annika Hauser, Anna Ritter und Lars Alsfasser. Insgesamt gelang elf Schülerinnen und Schülern ein Schnitt von 1,5 und besser und insgesamt 26 Abiturientinnen und Abiturienten freuen sich über eine Eins vor dem Komma. Eine landesweit herausragende Leistung wie Schulleiter Dr. Ulrich Schmidt in seiner würdigenden Ansprache stolz feststellte, mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,1.
In seiner Rede würdigte Schulleiter Dr. Ulrich Schmidt den Jahrgang in seiner ganzen Vielfalt – von musikalischen Talenten bis hin zu engagierten Individualisten – und schlug in seiner Rede eine Brücke zwischen der unbedingt angebrachten festlichen Freude über das Abitur und den schwierigen Herausforderungen einer raueren Welt, die durch Kriege und wirtschaftliche Unsicherheiten „ins Rutschen“ geraten sei. Inspiriert durch die Super-Bowl-Show des Künstlers Bad Bunny verdeutlichte Schulleiter Schmidt, dass Lebensfreude und Gemeinschaft gerade in Zeiten der Bedrohung ein kraftvolles Statement sein können. Als zentrales Motiv nannte Schmidt das „Trotz allem“: als bewusste Entscheidung, die Freude am Leben, an Gemeinschaft und an Schönem zu pflegen, ohne die Augen vor der Realität blind zu verschließen. Mit dem bewegenden titelgebenden Zitat eines ukrainischen Soldaten, „Habt gefälligst eine gute Zeit! Trotz allem!“ motivierte Schmidt die Absolventinnen und Absolventen, angesichts der Herausforderungen „trotz allem“ Hoffnung und Lebensfreude zu schöpfen. Er mahnte den Jahrgang zu Zivilcourage und realer persönlicher Nähe an, die in Zeiten digitaler Kommunikation gerade in Begegnungen vor Ort wesentlich sei. Dabei ordnete Schmidt den großen Einfluss der Abiturientinnen und Abiturienten ein: „Der Staat kann vieles – aber Nähe geben kann er nicht “ Schmidt schloss mit dem Appell an die Abiturientinnen und Abiturienten, mit der ihnen vermittelten Bildung gestärkt in die Welt zu gehen und sich aktiv gestaltend einzubringen, bevor er mit einem eindringlichen „Habt gefälligst eine gute Zeit!“ seine Rede beendete.
Oberbürgermeister Stefan Schlatterer gratulierte in seiner launigen Ansprache ebenfalls herzlich und betonte den hohen Erinnerungswert dieses Moments, den die Abiturientinnen und Abiturienten „nie“ vergessen würden. Er erinnerte sich an sein eigenes Abitur vor 40 Jahren – „auf der gleichen Bühne“, aber zu völlig anderen Zeiten, die sich seitdem deutlich verändert hätten und aktuell herausfordernd seien. Am Beispiel der Einwirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die städtische Verwaltung verdeutlichte Schlatterer die Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz, betonte aber, wie wichtig es sei, mit Zuversicht und aktiver Mitgestaltung auf die durchaus auch „spannenden und aufregenden“ Chancen zu reagieren, statt „Muppet-Show“-artig auf dem Balkon zu meckern und schlechte Stimmung zu verbreiten. Doch stehe jetzt für den Jahrgang das Feiern an erster Stelle.
Die Elternvertreterinnen Birgit Carl und Kerstin Christoph bedankten sich in ihrer Rede herzlich bei den engagiert begleitenden Lehrerinnen und Lehrern, der organisierten Oberstufenverwaltung, der verständnisvollen Schulleitung wie den zahlreichen anderen, die zum Erfolg der nun jungen Erwachsenen beigetragen haben. In ihrer Rede griffen sie das Abimotto des Jahrgangs „Cabino Royale“ auf: „Das Spiel ist aus. Die Einsätze sind gemacht. Der Hauptgewinn ist ausgezahlt. Herz ist Trumpf.“ Beide zeigten ihren Stolz auf die jungen, erwachsenen „Pokerprofis“, die „stilvoll, elegant“ nun bereit für die großen Spieltische der Welt“ seien. Die schulischen Herausforderungen hätten sie mit großer Ausdauer gemeistert und dabei ihren eigenen Weg gefunden. Auf einen kleinen, aber wesentlichen Anteil der Eltern wiesen sie stolz hin: die Playlist des Jahrgangs in der Abizeitung, in der Linkin Park, Coldplay und sogar Rod Stewart zu finden sind, also „wirklich gute Musik“. Für alle Abiturientinnen und Abiturienten gab es eine kleine Tasse zur Erinnerung, in der das GGE-Logo lustig umgewandelt wird: „GGE – Genug gelernt. Endlich Abi!“.
In der Rede für den Abitursjahrgang ordnete Jule Carl mit einer Mitabiturientin das Abitur in seiner oft heraufbeschworenen Verklärung als „Wendepunkt im Leben“ neu ein: „Alles halb so wild“, resümierten sie gelassen. Dabei verglichen sie die Abiturszeit mit den ersten Schritten eines Casino-Neulings, der lernen musste, zu „pokern“, zu „bluffen“ oder auch das ein oder andere „Ass im Ärmel“ zu verstecken. Die dem Jahrgang in der Kursstufe zuweilen entgegen gebrachten Zweifel seien offenkundig unnötig gewesen, was der Schnitt von 2,1 belege. Beide bedankten sich bei den stets motivierenden und sich kümmernden Eltern, den Freunden, die diese Lebensphase mit ihnen teilten, den engagierten Lehrpersonen und bei der Schule insgesamt, bei denjenigen, die „diese Schule am Leben halten“ und dafür sorgen, dass sie „wie ein Casino pleite“ geht.
Neben den Abiturszeugnissen erhielten viele der 56 Abiturientinnen und Abiturienten Sonderpreise für herausragende Leistungen, die Marion Rosenkranz und Tamino Franz würdevoll zusammenfassten. Wilfried Reichardt vergab für den Verein der Freunde den Sozialpreis für herausragenden Einsatz für die Schule an Moritz Muffler, der sich durch seinen Einsatz im Sport und seine ausgleichende Kompromissfähigkeit ausgezeichnet habe.
Musikalisch ummrahmt wurde die Entlassfeier durch das ausdrucksvolle Vokalensemble und die mitreißende Abiband, die mit dem atmosphärisch einstimmenden „Virtual Insanity“ von Jamiroquai in die feierliche Verleihung einführte. Der energiegeladene Queen-Song „Don`t stop me now“ leitete danach in die feierliche Übergabe der Abiturszeugnisse ein. Zum Abschluss feierte sich der Jahrgang mit dem lebensfrohen „Viva la vida“ von Coldplay selbst und setzte einen Schlusspunkt unter eine ereignisreiche Schulzeit.
Preisträgerinnen und Preisträger, alphabetisch sortiert:
Lars Alsfasser: Bestes Abitur, Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Preis der Gesellschaft der Deutschen Chemiker
Mariella Barth: Scheffel-Preis (D)
Emil Binninger: Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Philipp Brodauf: Technik-Preis
Jule Carl: Landessportpreis, Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Mia Christoph: Preis der SMV
Maximilian Frank: Franz-Schnabel-Gedächtnismedaille für das Fach Geschichte
Annika Hauser: Bestes Abitur, Preis der Gesellschaft der Deutschen Chemiker, Musikpreis der Schule
Gloria Kasso: Thomas-Preis des ev. Kirchenbezirks Emmendingen (Ev. Religion), Preis der SMV
Niklas Knauff: Musikpreis der Schule
Cara Lichy: Lingua-Franca-Preis im Fach Englisch
Coco Lützenberger: Musikpreis der Schule
Laura Mocken: Bestes Abitur, Preis der Gesellschaft der Deutschen Chemiker, Preis für besondere Leistungen im Fach Französisch
Moritz Muffler: Alfred-Maul-Gedächtnismedaille (Sport), Sozialpreis des Vereins der Freunde
Anna Ritter: Bestes Abitur, Preis der Gesellschaft der Deutschen Chemiker, Hermann-Maas-Preis für vorzügliche Leistungen im Fach ev. Religion
Johannes Schuhmacher: Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Das Abiturzeugnis erhielten:
Lars Alsfasser, Mariella Barth, Hannah Berger, Emil Binninger, Charlotte Blattmann, Luana Borel, Silas Braun, David Brauns, Philipp Brodauf, Sofie Bührer, Mareike Bußhoff, Aurora Caputo, Jule Carl, Mia Christoph, Oskar Duijkers, Cora Ehrmann, Christian Falk, Jan Fichter, Amélie Fournier, Maximilian Frank, Julius Haltermann, Annika Hauser, Noah Heizmann, Lara Hoinka, Alma Kamper, Gloria Kasso, Jan Kieffer, Niklas Knauff, Theresa Köllhofer, Kurt Krille, Timofey Kuzyukov, Soraya Lenz, Cara Lichy, Coco Lützenburger, Clara Meier, Laura Mocken, Moritz Muffler, Jakob Nitz, Jonas Oellers, Daniella Onuchukwu, Magdalena Ott, David Pommersheim, Luise Reinhard, Elay Rezazadeh, Anna Ritter, Amely Rogg, Yago Sánchez Krassnig, Alena Schillinger, Florian Philipp Schmeiß, Henry Schmidt, Tom Schmidt, Johannes Schuhmacher, Anna Staiger, Selim Vanci, Friederike Ziebold

